Kultplätze


Auch heute noch kann man  innerhalb Deutschland Orte der Magie entdecken.

Kultplätze zeichnen sich nicht nur durch archäologische Funde aus.
Oft sind es geologisch auffällige Orte mit einem energetischen Bereich.
Oft sind sie ebenso wenig erklärbar wie Stonehenge.

Es sind Plätze, Höhlen oder bestimmte Felsen, an denen sich schon in
Frühzeiten Menschen versammelten, um zu beraten, zu beten, zu feiern und vieles mehr.

 Ich bin immer auf der Suche nach solchen Plätzen.
Manchmal finde ich sie als Touristenzentrum, ein anderes
Mal als einsamen verstiegen Platz.

Im Norden Deutschland sind diese Orte leider nur spärlich erhalten
und schwer zu finden.

[Boitiner Steintanz] ] [Externsteine] ] [Haithabu] ] [Sachsenwald]








Boitiner Steintanz

 Anfahrt: 
Man fährt auf der 104 von Schwerin nach Güstrow. Links nach Tarnow, ab der Kirche dann wieder links nach Boitin. Der Steinkreis liegt einige km im Wald. Bleiben Sie Auf dem Hauptweg, die Schilder sind etwas verwirrend.

 Der Steinkreis besteht aus 4 Kreisen mit jeweils 9 Steinen.
Ihre flachen Seiten zeigen in die Kreismitten.Der größte Stein weist 13 kleine Vertiefungen auf. Sein Ursprung und seine Bedeutung sind ungeklärt.


Der Sage nach handelt es sich um eine sehr übermütige Hochzeitsgesellschaft. Die mit Brot und Käse kegelten. Der Waldgott warnte die übermütigen, doch die wollten nicht hören. Durch einen Donnerschlag wurden alle in Steine verwandelt. Der große Stein mit den 13 Vertiefungen wird heute noch „Brautlade“ genannt. 

Es ist eine sehr gepflegte Anlage, die nur von wenigen Menschen besucht wird.

Der Ort wirkt sehr ruhig. Wir selbst passten uns dieser Ruhe unwillkürlich an, als ob die Macht des Waldgottes noch Auswirkung hat.  Auch wenn der Steintanz direkt am Hauptweg liegt, versinkt man in eine Welt der Stille und Harmonie.

 

 

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Die Externsteine

Anfahrt:Von Hannover auf der B1 Richtung Paderborn, Abfahrt Horn. Ab da sind die Externsteine gut ausgeschildert.

Hoch aufragende Gruppe von Sandsteinfelsen.
Geographisch liegen sie auf dem selben Breitengrad wie Stonehange.

Seine besondere Lage lässt auf einen vorchristlichen Kultplatz schließen.

Der Legende nach stand, oben auf dem höchsten Felsturm die Irmensul, der Weltenbaum der Germanen.

An einer Felsseite sieht man die Szene der Kreuzabnahme von Jesus. Mit eingeflochten ist die Irmensul – gebrochen und zerstört.
(ein schmerzvoller Anblick)

Über eine schmale Brücke erreicht man einem der Felsentürme. Dort war ein Raum in den Fels gehauen. Ob ihn die Mönche, im 11. Jahrhundert, als Kapelle schufen oder die Germanen zuvor als Sonnenaobservatorium ist nicht festzustellen. Aber durch ein kleines rundes Fenster erstrahlt das Licht am 21. Juni, zur Sommersonnenwende. (Stonehenge?)
Deshalb und weil zur damaligen Zeit viele germanische Siedlungen lagen, wird die Vermutung eines zentralen germanischen Heiligtums favorisiert.

Geht man um den See (vom abgebildeten Foto: etwas weiter nach links) und betrachtet den ersten Felsen,  so erkennt man Odin auf seinem Thron (ich zu mindest). Ein Mann sitzt, die Hände auf die Knie gelegt, schaut er in die Ferne. Auf dem Kopf trägt er eine Art Krone und ein wallender Bart fällt auf seine Brust.

Obwohl die meisten nichts besseres zu tun haben, als oben auf die Felsen zusteigen, sollten sie sich auch mal die nähere Umgebung ansehen. Unten am Fuß der Felsen liegt das Felsengrab. (Leider riecht es dort sehr nach Urin)  Es ist ein wirklich magischer Ort, den ich nicht als Grab bezeichnen möchte. Ich erlebte in als eine Art Zeremonieplatz mit sehr sehr starken energetischen Strömungen. (man muss die richtige Stelle etwas suchen)

Diese Steine haben mich sehr in ihren Bann geschlagen. Bei Nebel müssen sie fast mystischen Charakter haben.

 

 

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Haithabu


Nahe der Stadt Schleswig

Haithabu wurde Ende des 8. Jahrhundert von Wikingern gegründet. Zur damaligen Zeit stellte es wohl einen Welthafen dar. Die Grabungen sind noch nicht abgeschlossen.

Ich will Haithabu nicht als Kultplatz bezeichnen, aber das Museum hinterlässt einen Eindruck von den Menschen, ihren Lebensbedingungen und ihren Bräuchen.

Mit diesem Wissen kann man sich leichter auf eventuelle Kultplätze einstimmen. Man erlangt mit der Zeit auch ein Gespür dafür, ob es logisch war hier oder dort eine Kultstätte einzurichten.

Nicht jeder Fels ist ein Kultplatz, nur weil er Mitten in einem Wald liegt.

 

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Schalensteine im Sachsenwald 

Anfahrt:
Von Hamburg die A24 bis Schwarzenbek/Grande. Weiter in Richtung Schwarzenbek auf der B 404 bis Oedendorf. Den 2. Waldweg links hinein. Nach etwa 500 m (zu Fuß !), liegen links vom Waldweg mehrere Schalensteine im Wald.

Im gesamten Gebiet des Sachsenwaldes findet man Schalensteine oder Hünengräber.  Leider sind sie sehr versteckt . Selbst mit einer Karte des Waldes haben wir so manchen Ort nicht gefunden. Das ist manchmal etwas ärgerlich, aber es hat auch seinen Reiz, da die Orte sehr einsam sind und man seine Erfahrungen und Zeremonien ungestört abhalten kann.

Schalensteine werden oft auch als Opfersteine beschrieben. Es sind große Findlinge, in die kleine Kuhlen, oder Schalen gerieben wurden. Vielleicht hatte jeder Anwohner früher seine eigene kleine Opferschale, oder jedes Opfer brauchte eine Neue. Über Schalensteine habe ich wenig herausbekommen.

Aber ein kleines Dankopfer kann nie schaden !

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