Das Hexenjahr





 

 

Kein Anfang - Kein Ende














Die Feste des Jahres sind allesamt keltischen Ursprungs und umfassen einen vollen Kreis.
Jahreskönig und Göttin durchleben einen Zyklus

Sie sollten nach Möglichkeit mit einer Hohepriesterin in einer Gemeinschaft gefeiert werden.
Es geht aber auch allein. Die hier vorgestellten Rituale können ohne weiteres dementsprechend abgewandelt werden.

Da immerwieder die Energien des Lebens geehrt werden, empfiehlt es sich die Rituale im Feien abzuhalten.
Man sollte schon auf etwas Ruhe und Abgeschiedenheit achten.
Nichts stört die Konzentration mehr als neugiere Blicke oder blöde Kommentare.
Beim Wirken von Zaubern und Abhalten von Ritualen ist es wichtig sich einzulassen!

Das heißt:
Nicht der „Budenzauber“, den man rundherum veranstaltet ist entscheidend,
sondern das Aufbauen einer Beziehung.
Fühlen Sie den Sinn der hinter den Ritualen steck.
Schaffen Sie gedanklich eine Brücke zu sich selbst, zu ihrem jetzigen Leben und zu dem was sie tun.

 

Zu jedem Fest gebe ich Ihnen Vorschläge und einige Denkanstösse, die Sie für sich nutzen können.
Passen Sie es auf sich und Ihre Situation an.
FÜHLEN Sie warum solch ein Ritual gefeiert wird, warum Sie es feiern möchten.

Vergessen Sie nicht:


Rituale ehren das Leben !

 


 

 

 

Imbolc
oder auch Lichtmeß

Es wird am 1. Februar gefeiert.

Das Fest ist Brigid, der irischen Göttin der Dichtung, Heilung und der Schmiedekunst geweiht.

Es ist ein Fest des zunehmenden Lichtes. Die ersten Anzeichen des Frühlings werden begrüßt.

Der Sohn der Göttin wird zum Jüngling.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Dieses Ritual soll das kommende Licht/ Leben begrüßen
und seine Kraft unterstützen.

 

In der Mitte eines magischen Kreises steht ein Kessel (Schale, Topf,...),
der mit Erde gefüllt ist.
In seiner Mitte steht ein große weiße Kerze.
Für jeden Teilnehmer liegt eine kleinere weiße Kerze bereit.

Die Hohepriesterin beschwört die Göttin:
„Feuer des Herzens, Feuer des Geistes, Feuer des häuslichen Herdes,
Feuer des Windes, Feuer der Kunst.
Zeitloses Feuer !“

Alle:
„Sie scheint für alle, Sie brennt in allem !“
Entzünden Sie die zentrale Kerze.
Tanzen Sie, zu Trommelmusik, in einer Spiralform zur Kerze. Ihr Blick ist nach außen gerichtet.

Sind Sie bei dem Kessel angelangt wenden alle den Blick zur Kerze. Der Kreis schließt sich und jeder entzündet eine Kerze, an der großen Kerze.
Tanzen Sie noch einen Kreis um die große Kerze.
Alle Kerzen werden nun um die große Kerze in die Erde gesteckt.
Genießen Sie gemeinsam Kuchen und Wein.

Jeder stellt nun seine neuen kreativen Ideen vor, oder berichtet über die die erfolgreich umgesetzt wurden.

Zum Schluß nimmt jeder seine Kerze und etwas Erde, aus dem Kessel, und tanzt gegen den Uhrzeigersinn eine Spirale, die sich vom Mittelpunkt entfernt. Der Blick ist nach außen gerichtet.

Die Erde aus dem Kessel wird mit nach Hause genommen. Sie kann für den Garten oder den Hausaltar genutzt werden.

 

 

Beltane
oder Walpurgisnacht

Es wird in der Nacht zum 1. Mai gefeiert.

Heute tritt der Jahreskönig seine Regentschaft an. Seine Zeichen sind die Maibäume, die phallische Sonnenenergie, die sich mit der nährenden Kräften der Mutter Erde verbinden.

Bäume sind von jeher ehrwürdig. In ihnen ruht die Kraft des aufstrebenden Lebens.
Der bekannteste ist die „Irmensul“, der Weltenbaum.
Von ihm entstammt, laut Legende, alles Leben.

 

 

 

 

 

 

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Der Frühling und das Leben strotzen vor Kraft.
Lustvoll wird die überschäumende Lebensfreude gefeiert.

Tagsüber können sie zu einem der üblichen Volksfeste gehen oder Sie schmücken einen eigenen Maibaum mit Weißdorn, bunten Bändern, Blumen, kleinen Broten und Keksen.

Tanzen Sie, seien Sie fröhlich. Genießen Sie das zusammen sein mit anderen.
Ist ein kleines Feuer entfacht, springen Sie hinüber, um sich von seiner Kraft reinigen zu lasse. Liebende können gemeinsam springen, um ihre zu reinigen und zu festigen.
Abends sollten Sie unbedingt eine Party besuchen, etwas Wollust kann dann dabei auch nicht schaden. In dieser Nacht ist es eine Ehrung des Lebens.

Mögens Sie es etwas spiritueller ?

Gehen Sie am 1. Mai zu einem Weißdornbaum und brechen einen Zweig ab.
Fragen Sie den Baum vorher, ob er es gestattet !
Anschließend gießen Sie etwas Milch um den Baum, um sich zu bedanken.
Bleiben Sie noch etwas am Baum sitzen. Spüren Sie sein Leben und nehmen Sie seine Kraft wahr, die er aus Sonne und Erde bezieht.

Nehmen Sie den Zweig mit nach Hause, entzünden Sie eine Kerze.
In einer kleinen Räucherschale verbrennen Sie Wachholderbeeren und ETWAS Weihrauch. Tragen Sie die Schale durch Ihr Heim und segnen Sie jeden Raum mit der Lebenskraft der Sonne.
Hängen Sie den Weißdornzweig über Ihre Haustür, um Liebe und Lebenskraft in ihr Heim einzuladen.

 

Lammas

Es wird am 1. August gefeiert.

Der Jahreskönig opfert sein Leben, damit die Erde fruchtbar bleibt und die Menschen immer genug Nahrung haben.
(Früher wurden tatsächlich Menschenopfer dargebracht. Aber schon lange nutzt man Strohpuppen oder andere Opfergaben, um sie dem Feuer zu übergeben.)

Die schwanger Göttin trauert um ihren Geliebten. Doch sein Samen lebt in ihr und dem Korn fort und soll schon bald wiedergeboren werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Es ist die Zeit der Ernte dessen, was man gesät hat.
Man bereitet sich vor innerlich Abschied von diesem Jahr zu nehmen.

Schmücken Sie ihren Altar mit Korn- und Wiesengaben. In der Mitte liegt ein großes Brot in Form einer Sonne.
In einem Korb liegen kleine weibliche und männliche Brotfiguren.
In einem anderen findet man sternförmige Kuchen oder Kekse.

Die Hohepriesetin erzählt:
„Dies ist das Fest des Lug, des Sonnenkönigs, der mit dem niedergehenden Jahr stirbt;
des Kornkönigs, der stirbt, wenn das Getreide geschnitten wird.
Wir stehen nun zwischen Hoffnun und Furcht; und leben in der Zeit der Erwartung.
Auf den Feldern ist das Getreide reif, aber noch nicht geerntet.
Schwer haben wir gearbeitet, aber die Früchte unseres Tuns sind noch nicht sicher.“


Bilden Sie einen magischen Kreis, mit einem Feuer in der Mitte.

Die Hohepriesterin bietet jedem Teilnehmer eine Brotfigur an und fragt:
„Was fürchtest Du ?“
Antworten Sie laut und laden Sie die Brotfigur mit dieser Angst.
Dann werfen Sie sie in das Feuer und sprechen dabei:
„Dies Feuer soll mich von der Furcht befreien !“
Sie soll auf immer vergehen und verbrennen in glühender Sonne.
Erlöschen und vergeh´n.
Wie das Jahr.
Wie alles vergeht.“


Nachdem alle am Feuer vorbeigangen sind, segnet die Hohepriesterin die Kuchen sterne. Jeder bekommt einen mit den Worten:
„Möge der Stern, der Hoffnung allerzeit in uns sein!“
Essen Sie den Stern auf.

Nun wird das große Brot gesegnet.
Die Hohepriesterin geht herum und jeder bricht für sich ein Stück.
„Iß´ vom Leben, das ewig stirbt und wiedergeboren wird.“

Genießen Sie gemeinsam das Brot.
Mit dem Gedanken das Nichts vergehen wird, öffen Sie den magischen Kreis.

 

Samhain
oder Halloween
oder Allerheiligen

Es wird in der Nacht zum
1. November gefeiert.

An diesem Tag übernimmt die dunkle Seite der Göttin die Herrschaft. Morrighan ist von nun an ihr Name und ihr Symbol ist der Rabe.

Es ist ein Totenfest, an dem die Ahnen geehrt werden und man des zyklischen Ablauf des Lebens gedenkt.

Der Sohn der Göttin wird geboren.

 

 

 

 

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Mit Ritualen und Gebeten versucht man der Sonne bei ihrer (erhofften) Rückkehr zu helfen.

Bevor Sie zum Ritual gehen, stellen Sie zu Hause noch eine Kerze für ihre geliebten Toten auf. Gedenken Sie ihrer eine Weile.

Schmücken Sie den Altar mit Herbstblättern, Äpfeln und Granatäpfeln.
In der Mitte des magischen Kreises steht ein Kristall zum Hellsehen.

Stellen Sie Wasser und Haselnüssefür die Feen bereit.
(man weiß´ ja nie)
Schwärzen Sie Ihr Gesicht zum Schutz vor Geistern.

Die Hohepriesterin erzählt:
„Dies ist die Nacht, da der Schleier zwischen den Welten durchsichtig wird.
Es ist das Neue Jahr, angesichts des sterbenden Alten.
Die Tore zu Leben und Tod sind offen !
Ein Geheimnis enthüllt sich heute Nacht:
Jedes Ende ist nur ein neuer Beginn.
Wir begegnen einander in den Zeiten, überall und nirgens, hier und dort,
zu grüßen den Herrn des Todes, der der Herr des Lebens ist.“


Nachdem Sie sich geerdet haben schauen Sie in die Kristallkugel.
(Sie können auch jedes andere Medium ihrer Wahl zum Wahrsagen nutzen)

Genießen Sie die Früchte und öffnen Sie den magischen Kreis.